Home Arena Musiala zaubert, Brown trifft: Das 7:1 gegen Curaçao zum Nachlesen

Musiala zaubert, Brown trifft: Das 7:1 gegen Curaçao zum Nachlesen

by cms@editor

In der zweiten Halbzeit rollte das deutsche Angriffsspiel dann wie ein gut geölter Motor. Die Umstellungen in der Pause – die Außenverteidiger schoben noch höher, die Sechser rückten auf, um das Zentrum zu fluten – überrollten die karibische Defensive völlig. Brown legte in der 55. und 68. Minute nach und schnürte damit seinen ersten WM-Hattrick. Jedes Tor war ein Kunstwerk für sich: Ein Kopfball nach einer Flanke, ein platzierter Schuss nach einem Doppelpass und ein sehenswerter Heber über den herausstürzenden Keeper. Die Bank jubelte, die Fans auf den Rängen sangen bereits seinen Namen.

Doch es war nicht nur die individuelle Klasse, die an diesem Abend überzeugte. Es war die kollektive Freude am Spiel, die man der Mannschaft in den vorherigen, oft verkrampften Auftritten so schmerzlich vermisst hatte. Musiala und Brown bildeten dabei das perfekte Duo. Der eine ist der kreative Geist, der den Ball magisch anzieht und die Unordnung sucht; der andere ist der pragmatische Vollstrecker, der die Unordnung in geordnete Tore ummünzt. Wenn Musiala den Ball verlor, war Brown oft der erste, der das Pressing einleitete. Diese Bereitschaft zur Defensivarbeit von der Spitze aus war ein taktischer Gewinn, der dem Trainerteam für die kommenden K.o.-Runden wichtige Erkenntnisse lieferte.

Am Ende stand ein 7:1 auf der Anzeigetafel, ein Ergebnis, das in den Geschichtsbüchern als souveräner Gruppensieg eingetragen wird. Doch viel wichtiger als die nackten Zahlen war das Gefühl, das dieses Spiel hinterließ. Deutschland hat an diesem Abend nicht nur Punkte gesammelt, sondern Selbstvertrauen getankt. Die Erkenntnis, dass diese Mannschaft über eine offensive Wucht verfügt, die selbst die stärksten Abwehrreihen der Welt in Bedrängnis bringen kann, ist vielleicht der größte Gewinn dieses Abends. Wenn Musiala weiter zaubert und Brown seine Treffsicherheit behält, dann wird diese deutsche Elf im weiteren Turnierverlauf noch für viel Furore sorgen – und so manchen Favoriten ins Grübeln bringen.

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